Diese Frage begleitet mich seit vielen Jahren. Interessanterweise hat sich meine Antwort darauf im Laufe der Zeit deutlich verändert.
Früher beschäftigten mich vor allem technische Fragen:
- Welche Interaktionen bauen wir ein?
- Welche Animation passt?
- Welche Medien setzen wir ein?
Heute beginne ich meine E-Learning-Projekte mit einer anderen Frage:
Wie erlebt der Lernende dieses E-Learning?
Diese Veränderung meiner Sichtweise ist einer der Gründe, warum ich Next Generation Learning on Tour überhaupt ins Leben gerufen habe.
Gute Technik allein reicht nicht
In den vergangenen Jahren haben sich die Möglichkeiten enorm erweitert.
- Autorenwerkzeuge werden leistungsfähiger.
- KI unterstützt bei Texten, Bildern und Videos.
- Neue Plattformen entstehen beinahe im Monatsrhythmus.
Das alles ist spannend. Aber eines hat sich dadurch nicht verändert:
Technik erzeugt noch kein gutes Lernerlebnis.
Man kann ein E-Learning mit modernster Technik bauen – und trotzdem bleibt es langweilig. Genauso kann ein vergleichsweise einfach aufgebautes Lernprogramm Menschen begeistern, wenn Idee, Dramaturgie und Didaktik stimmen.
Technik ist deshalb kein Ziel. Sie ist ein Werkzeug.
Was macht ein gutes Lernerlebnis aus?
Aus meiner Sicht entsteht ein gelungenes E-Learning aus dem Zusammenspiel vieler Faktoren. Einige davon werden häufig genannt:
- eine klare didaktische Struktur
- passende Interaktionen
- verständliche Visualisierung
- eine gute Geschichte
- Praxisnähe
Ich glaube allerdings, dass dahinter noch etwas anderes steckt.
Ein gutes E-Learning schafft es,
- Neugier zu wecken,
- Aufmerksamkeit zu halten,
- Relevanz zu vermitteln,
- zum Nachdenken anzuregen
- und schließlich zum Handeln zu motivieren.
Der Lernende soll am Ende nicht nur sagen:
„Ich habe etwas gelernt.“
Sondern:
„Das kann ich morgen gebrauchen.“
Genau dort beginnt für mich wirksames Lernen.
Was ist eigentlich wirklich neu?
Eine Erkenntnis beschäftigt mich schon länger.
Viele der Grundprinzipien guten Lernens kennen wir seit Jahrzehnten.
- Lernen soll aktiv sein.
- Geschichten bleiben im Gedächtnis.
- Emotionen fördern das Erinnern.
- Praxis ist wichtiger als Theorie.
Das alles ist nicht neu. Neu sind heute unsere Möglichkeiten.
- KI.
- Neue Werkzeuge.
- Interaktive Medien.
- Simulationen.
- Personalisierung.
Die spannende Frage lautet deshalb aus meiner Sicht nicht:
Was müssen wir tun?
Sondern:
Wie können wir diese bekannten Prinzipien mit heutigen Möglichkeiten einfacher, kreativer und wirksamer umsetzen?
Genau dieser Frage möchte ich während Next Generation Learning on Tour nachgehen.
Nicht auf der Suche nach dem nächsten spektakulären Tool.
Sondern auf der Suche nach Ideen, wie bessere Lernerlebnisse entstehen können.

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